Welches Paket ist das richtige für den Anfang?
Soil Balancing + Haney zusammen (291,50 € netto). Damit hast du Nährstoffverhältnisse, Kalkbedarf, Bodenbiologie und N-Nachlieferung in einem Report. Wer die Vorräte kennen will, nimmt zusätzlich den Totalaufschluss – dafür geht derzeit eine zweite Probe ans IAU. Der Paketfinder hilft bei der Auswahl.
Wie viele Proben brauche ich?
Eine Mischprobe je einheitlicher Fläche. Schläge über 5 ha oder mit sichtbaren Unterschieden (Bodenart, Bewuchs, Ertrag) in Teilschläge aufteilen – jede Teilfläche eine eigene Probe. Genau diese Teilflächen werden im Report auf der letzten Seite verglichen.
Wie tief steche ich?
Ackerland 0–20 cm, bei dauerhaft flacher Bearbeitung 0–10 cm, Grünland 0–10 cm. Wichtig ist, dass alle Einstiche und alle Jahre die gleiche Tiefe haben – und dass die Tiefe auf dem Begleitschein steht, weil die kg/ha-Werte davon abhängen.
Wie viel Boden muss in den Beutel?
Rund 600 g je Probe. Für Soil Balancing + Haney ca. 1 kg, weil das Labor die Probe teilt. Beutel dicht verschließen – für Haney anschließend oben ein paar Nadellöcher.
Wann darf ich nach einer Düngung wieder beproben?
Mineraldünger, Gülle, Mist, Kalk: mindestens 3 Wochen. Für den Haney-Test außerdem 2–3 Wochen Abstand zur Bodenbearbeitung – sonst misst du den Bearbeitungseffekt mit. Kalkungen der letzten 3 Jahre bitte auf dem Begleitschein eintragen.
Wie lange dauert es bis zum Report?
In der Regel 3–4 Wochen nach Probeneingang, in Einzelfällen länger. Der Report kommt als PDF per E-Mail an die Adresse auf dem Begleitschein – gebündelt mit der Rechnung von BodenBalance. Rückfragen dazu sind im Preis enthalten.
Kann ich die Probe das ganze Jahr einschicken?
Ja. Für Soil Balancing spielt die Jahreszeit kaum eine Rolle. Der Haney-Test misst die lebende Bodenbiologie – in Trockenperioden oder bei kühlen Wintertemperaturen fällt die Aktivität witterungsbedingt niedriger aus; für den Jahresvergleich deshalb immer zur gleichen Jahreszeit beproben. Sinnvoll ist der Herbst, solange die Bodentemperatur noch über 6 °C liegt: Dann liegt der Report rechtzeitig vor den ersten Düngemaßnahmen im Frühjahr vor. Im Hochsommer gekühlt lagern und schnell versenden.
Soil Balancing Standard oder Premium?
Wenn das Budget es zulässt: Premium. Cobalt ist wichtig bei Leguminosen in der Fruchtfolge (N-Fixierung), Selen für tierhaltende Betriebe, die Mangel vorbeugen wollen, und Molybdän für die Nitratreduktase – eine gute Mo-Versorgung verbessert die N-Effizienz und verhindert Nitratstau im Blatt, einen Mitverursacher von Schädlingsbefall.
Was unterscheidet Soil Balancing von anderen Albrecht-/Kinsey-Analysen?
Die Kationenaustauschkapazität wird gemessen, nicht gerechnet – potenziell nach DIN ISO 13536 (BaCl₂) und aktuell über Mehlich-3 und Ammoniumacetat. Eine falsch bestimmte oder nur berechnete KAK führt zu falschen Basensättigungen und damit zu falschen Kalk- und Düngemengen. Außerdem ist die LUFA-Standarduntersuchung inklusive (keine zweite Probe nötig), und der Report bewertet die Balance aller Nährstoffe, nicht nur Ca : Mg. Auswertung, Düngeempfehlung und die anschließende Beratung sind im Preis enthalten.
Soll ich direkt alle Schläge beproben?
Als Einstieg reichen die „Problemschläge“ und zum Vergleich ein guter Schlag. Wenn die Maßnahmen verstanden sind und erste Erfolge sichtbar werden, kommen die weiteren Schläge dazu – der Schlagvergleich im Report funktioniert ab zwei Proben.
Wie oft muss ich beproben?
Liegt die Nährstoffbalance im Report unter 30 %, empfehlen wir Soil Balancing erneut 2–3 Jahre nach den ersten Maßnahmen – große Korrekturen wirken wegen vieler Umweltfaktoren weniger vorhersehbar. Ab 50 % Balance reicht die Kontrolle 5–7 Jahre nach den Maßnahmen. Haney jährlich zum Feintuning der Hauptkultur – siehe Zeitstrahl auf der Startseite.
Von wem bekomme ich die Rechnung?
Von BodenBalance – Kohls GbR, per E-Mail zusammen mit Report und Düngeempfehlung an die Adresse auf dem Begleitschein. Das Labor stellt dir nichts separat in Rechnung.