Institut für Agrar- und UmweltanalytikQuerfurter Straße 9 06632 Freyburg/Unstrut
Haney + Totalaufschluss
150 €
Soil Balancing + Haney + Totalaufschluss
Ab Start des Mineral Balancing Tools in einem Auftrag. Bis dahin: zwei Proben ziehen und beide Begleitscheine nutzen.
Alle Preise verstehen sich netto zzgl. MwSt. und enthalten Laboranalyse, Auswertung und Düngeempfehlung durch BodenBalance. Bearbeitungsdauer in der Regel 3–4 Wochen, in Einzelfällen länger. Rückfragen nach Erhalt des Reports? Die Beratung durch Lucas Kohl ist im Preis enthalten.
Warum BodenBalance
Was Soil Balancing von klassischen Albrecht-/Kinsey-Analysen unterscheidet
Dass Nährstoffe sich gegenseitig fördern oder blockieren, ist vielfach belegt – an der Umsetzung sind viele Analysen trotzdem gescheitert: zu hohe Mengen, ausgebliebene Kalkung, gerechnete statt gemessene Werte, keine Beratung. BodenBalance nimmt die Erkenntnisse von Loew und Albrecht als Ausgangspunkt, bezieht den aktuellen Forschungsstand ein und ergänzt, was in der Praxis gefehlt hat.
KAK gemessen, nicht gerechnet
Potenzielle KAK nach DIN ISO 13536 und effektive KAK über Mehlich-3 und Ammoniumacetat – im akkreditierten Labor in Deutschland. Eine bloße Aufsummierung der Kationen führt zu falschen Basensättigungen und damit zu falschen Düngemengen.
Sollwerte, die zum Boden passen
Die SOLL-Basensättigung ist an die KAK angepasst statt pauschal, die Lagerungsdichte wird aus Bodenart und Humus berechnet statt mit einem Einheitswert – so stimmen die kg/ha. Und es geht nicht nur um Ca : Mg : K: Auch die Verhältnisse zu und zwischen Spurenelementen fließen in die Empfehlung ein.
Potentielle Säure im Blick
Klassische Albrecht-Auswertungen übersehen aktives Aluminium und empfehlen dann fälschlich keinen Kalk. Mit dem Haney-Test fließt das Verhältnis Ca + Mg : Al direkt in die Kalkempfehlung ein.
Wirtschaftlich umsetzbar
Jahresobergrenzen, Staffelung über mehrere Jahre, Prioritäten und Zeitpunkte statt einer einmaligen Riesenmenge – die kurz- und langfristige Wirtschaftlichkeit des Betriebs hat bei jeder Empfehlung Vorrang. Alle Produkte sind FiBL-gelistet, also auch im Ökolandbau einsetzbar.
Eine Probe, alles drin
Die gesetzlich vorgeschriebene Standardanalyse (pH, P, K, Mg nach VDLUFA) ist enthalten – der Probenehmer muss nicht zweimal über den Schlag. Gerade mit externen Probenehmern spart das mehr, als die Analyse mehr kostet. Bezug zur Kultur liefert das kommende Mineral Balancing Tool.
Beratung und Wissenschaft inklusive
Wie setze ich die Maßnahmen um, womit fange ich an? Die Rückfrage nach dem Report ist im Preis enthalten. Die Regeln hinter jeder Zahl sind dokumentiert und werden von einem forschenden Bodenwissenschaftler laufend um neue Erkenntnisse ergänzt.
Nährstoffe wirken nicht einzeln, sondern im Verhältnis zueinander: Ein Überschuss blockiert die Aufnahme anderer Nährstoffe, ein Gleichgewicht steigert Verfügbarkeit, Düngeeffizienz und Bodengare – gedüngt wird damit auch das Bodenleben. Soil Balancing misst dafür Gehalte, Kationenaustauschkapazität und Basensättigung und leitet daraus einen mehrjährigen Düngeplan ab, der alle Nährstoffe in ihr Verhältnis bringt. Grundlage sind die Erkenntnisse von Loew und Albrecht, weiterentwickelt um KAK-abhängige Sollwerte, gemessene Lagerungsdichte und realistische Jahresmengen.
Parameter Standard
pH (CaCl₂), P, K (CAL), Mg – LUFA-Standarduntersuchung inklusiveKAK pot mit Ca, Mg, K, Na am Austauscher (DIN ISO 13536)pH (H₂O), Humus, Gesamt-N, C/NCa, Mg, K, Na, S, P, B, Mn, Cu, Zn, Fe, Al nach Mehlich-3KAK eff (berechnet), Bodenart
Parameter Premium
Wie Standard, zusätzlich Molybdän (Mo, heißwasserlöslich), Cobalt (Co) und Selen (Se).
Herkömmliche Analysen ignorieren das Bodenleben – hier wird es gemessen: Bodenatmung, Mikrobenfutter C und N und daraus die Kennzahl Bodenvitalität. Ein naturnaher Extrakt (H3A – organische Säuren, wie sie Wurzeln abgeben) zeigt, welche Nährstoffe die Pflanze tatsächlich erreicht, inklusive Spurenelemente und Verhältnisse. Dazu Säurepotential-Tacho (Ca + Mg : Al), Zwischenfrucht-Empfehlung nach C : N und eine Priorisierung der Maßnahmen, die Antagonismen berücksichtigt. In Kombination mit Soil Balancing zusätzlich N- und P-Nachlieferung im Vegetationsverlauf.
Parameter
Bodenatmung (CO₂ 24 h)wasserlösliches C und N (Mikrobenfutter)NH₄-N, NO₃-N, PO₄-PH3A: Ca, Mg, K, Na, P, S, Al, Fe, Mn, Cu, Zn, B, Mo, CopH (H₂O), pH (CaCl₂)organische Substanz, C org, N ges
Nassaufschluss unter Druck (VDLUFA VII 2.1.1): der Gesamtvorrat jedes Nährstoffs. Der Report setzt ihn ins Verhältnis zum pflanzenverfügbaren Anteil aus der Haney-Analyse – und das entscheidet über die Maßnahme: Vorrat klein → düngen. Vorrat groß, aber wenig verfügbar → nicht düngen, sondern mobilisieren (Nährstoffverhältnisse korrigieren, Bodenleben füttern, Verdichtung lösen). Hoher verfügbarer Anteil = aktiver Bodenstoffwechsel. Empfohlen zur Erstuntersuchung, danach alle 5–10 Jahre.
Parameter
Ca, K, P, Mg, Na, SMn, Zn, Cu, B, Fe, Mo, Al, Co, Se
30 € netto je Probe · nur zusätzlich zu Haney
IAU Freyburg
microBIOMETER® Selbsttest
Mikrobielle Biomasse und Pilz-Bakterien-Verhältnis in 20 Minuten – auf dem Feld, mit dem Smartphone. Kein Laborersatz, aber ideal, um Maßnahmen zwischen zwei Analysen zu verfolgen.
Eine ausgewogene Pflanzenernährung hängt am Stoffwechsel der Bodenmikroben. Herkömmliche Analysen (LUFA, Kinsey …) lassen ihn weg – hier wird er gemessen und mit der Chemie zusammengebracht. Anders als beim Original-Haney-Test werden auch die anzustrebenden Nährstoffverhältnisse ausgewertet.
Mikrobielle Atmung (CO₂)
CO₂-C in mg/kg, das die Mikroben in 24 h nach Wiederbefeuchtung freisetzen – das direkte Maß für Aktivität. 0–30 niedrig: langsamer Abbau, N muss gedüngt werden. 30–100 durchschnittlich: ab 70 kann N reduziert werden. > 100 hoch: mehr Kohlenstoff zuführen, ganzjähriger Bewuchs. Sandige, trockene Standorte erreichen weniger als schluffige, humide.
Mikrobenfutter C und N
Wasserextrahierbarer Kohlenstoff und organischer Stickstoff – die Nahrung der Mikroben aus Wurzelausscheidungen und Umsatz. Hohe Werte und ein gutes C : N-Verhältnis sind das Ziel.
Mikrobiell aktiver Kohlenstoff
Anteil des Mikrobenfutter-C, der veratmet wurde. Über 80 %: das Futter reicht nicht, die Mikroben gehen an den Humus. Unter 30 %: nicht das Futter begrenzt die Aktivität, sondern etwas anderes (Verdichtung, Säure, Trockenheit).
Bodenvitalität
Eine Zahl aus Höhe und Verhältnis von Atmung, Mikrobenfutter C und N. Darunter klein der Soil Health Score (SHS) nach US-Berechnung zum Vergleich mit Original-Haney-Auswertungen.
KAK pflanzenverfügbar & Basensättigung
Summe von Ca, Mg, K, Na und H⁺ aus dem H3A-Extrakt – der unmittelbar verfügbare Teil des Austauschers, deutlich kleiner als die KAK pot aus Soil Balancing. Dazu die Verhältnisse der Kationen mit Sollwerten: Bessere Verhältnisse verbessern Luft- und Wasserhaushalt und damit den Lebensraum der Mikroben.
Nährstoffe aus dem H3A-Extrakt
Nitrat-N, Ammonium-N, P, S, B, Fe, Mn, Cu, Zn, Mo, Co: was davon der Pflanze gerade zur Verfügung steht. Defizite durch Düngung oder Mobilisierung ausgleichen, bei Überschuss Düngung aussetzen.
Verhältnisse
Nur die Paare, die im roten Bereich Mikroben, Wachstum und Widerstandskraft bremsen. Marker in der Mitte = ausgewogen; wandert er, liegt der benannte Nährstoff im Überschuss.
Potentielle Säure
Ca + Mg : Al aus dem H3A-Extrakt. Aluminium wirkt säurebildend; je weniger Ca und Mg ihm gegenüberstehen, desto höher die potentielle Säure. Sollwert 2 : 1 (weiße Marke). Hohe Werte verschlechtern Wurzel- und Mikrobenbedingungen – Abhilfe über Ca- und Mg-Versorgung.
Zwischenfrucht-Empfehlung & Priorisierung
Verhältnis Gräser zu Leguminosen/Brassica nach C : N und Vitalität: enges C : N → mehr Gräser, weites → mehr Leguminosen. Die Maßnahmen sind in vier Stufen priorisiert und berücksichtigen Antagonismen – ein Mo-Mangel zählt z. B. nur, wenn S ausreicht.
Mit Totalaufschluss: Vorrat oder Verfügbarkeit?
Gesamtvorrat
verfügbarer Anteil (H3A in % vom Gesamt)
Maßnahme
ausreichend
hoch (z. B. Ca > 8 %, K > 3 %, S > 15 %)
aktiver Bodenstoffwechsel – Düngung meist nicht nötig, ggf. kleine Gaben im Entzugsbereich
ausreichend
niedrig
Nährstoff ist gebunden oder blockiert → mobilisieren: Verhältnisse korrigieren, Biostimulanzien, Zwischenfrüchte/Untersaaten, Verdichtung lösen, Humusaufbau
gering
niedrig
echter Mangel → düngen, dazu die Verfügbarkeit verbessern
Ausnahmen mit Zielbereich statt „je höher, desto besser“: Mikrobenfutter-C 2–4 %, Mikrobenfutter-N 3–5 %, Nitrat-N < 0,3 %, Ammonium-N < 0,5 %, Fe und Mn 1–3 %, Al < 0,5 %.